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Saturday, 31. december 2011 6 31 /12 /Dez. /2011 13:50

Hallo Menschheit,

 

wir schreiben das Jahr 2011 ... naja mehr oder weniger, denn, ja es ist mal wieder soweit. Das Ende dieses Jahres, welches eben noch geschrieben stand, steht an. Die Iden des März sowie alle anderen Iden von Zwo-Elf sind längst Geschichte. Die letzten Tage sind sozusagen gezählt. Das bedeutet macht euch bereit für den finalen Knall, das letzte so unglaublich wichtige Fest des Jahres. Macht euch bereit für Silvester oder in cool: "Sylvester."

 

Ich möchte in dieser Festivität etwas ähnlich wichtiges wie Fasching sehen. Wobei ganz sicher bin ich mir nicht ob Sylvester wirklich nur fast so wichtig, genauso wichtig oder eventuell sogar noch wichtiger ist. Das soll bitte jeder für sich selbst entscheiden. Schließlich leben wir in einem Land, in welchem Entscheidungsfreiheit an der Tagesprdnung steht. Kollektiv haben wir uns entschieden, dass Rauchen scheiße ist und wir daher alle Raucher ins Exil verbannen. Die Entscheidung, dass wir halbfertige Menschen, welche acht Jahre ein Gymnasium besucht haben, direkt in die Welt entlassen, haben wir getroffen. Wunderbare Entscheidungsfreiheit. 

Eben diese Freiheit gibt es ja nun schon eine ganze Weile. Sie ist verantwortlich dafür, dass Jahr für Jahr Millionen von Menschen nichts besseres zu tun haben, als ihr Geld, welches sie von Oma, Opa und anderen wohltätigen Menschen zu Weihnachten bekommen, postwendent in Güter investieren, die man unbedingt und unter allen Umständen an Sylvester benötigt. Mir ist natürlich bewusst, dass man seit jeher von seiner Familie, der Gemeindeverwaltung, dem Land- und Bundestag, der UNO und von Gott, Allah und Buddah dazu angehalten ist sich am Ende eines Jahres mit Bleigießen, Pyrotechnik und - besonders essentiell - Unmengen an Alkoholika einzudecken. Sowas nenn ich mal ne Tradition - Toll!

Einfach klasse dieses Sylvester.

Da trifft man sich gegen Abend mit Freunden, der Familie oder manchmal sogar mit einer Mischung aus beidem und beginnt erstmal ganz dezent mit einem Eröffnungsschnäpschen. Ganz traditionell.

Oft wird dann schon das Essen gereicht, was ja bei sehr vielen mittlerweile einfach nur aus einer wilden Zusammenstellung aus "Fingerfood" besteht. 

...Fingerfood ..., früher gab es in diesem Sektor ja noch sowas wie Stil, da wurde das noch als  Hors d’œuvre bezeichnet. Wobei jeder halbwegs intelligente Mensch wissen sollte, dass das eigentlich nicht stimmt, da es sich bei Hors d’œuvre um eine, wie der Name eventuell vermuten lässt, französische Vorspeise handelt. Fingerfood geht eher in die Richtung "vollwertige" Mahlzeit, auch wenn die Übergänge hier durchaus fließend sein können. Doch wir wollen unsere kostbare Zeit hier nicht mit Erbsenzählerei verplempern, sondern zurück zum Thema kommen.

Sylvester, Essen, Fingerfood und in vielen Haushalten auch Raclette oder Fondue. Dazu wird oft Bier oder Wein gereicht um zum einen die Kehle zu ölen und zum anderen um der Tradition gerecht zu werden. Vor, während und/oder nach dem Essen wird dann in gemütlicher Runde zu "Dinner for One" angestoßen. Mensch, was ist das witzig, wenn Freddie Frinton zu jeder halben Stunde mehrfach über den Tigerkopf stolpert. Gelacht wird aus Tradition und natürlich, weil der Alkohol uns mittlerweile in eine leicht gelöste Stimmung versetzt hat. Bis es das nächste Mal heißt: "The same procedure as last year", sollte man schnell das Bleigießen über die Bühne bringen. Hach ja, Bleigiesen, stets erheiternd und überraschend. Vor allem ist überraschend, dass so ziemlich jeder einen Aal, eine Schlange oder ein anderes langes, seltsames Bleidingsbums "herstellt". Fix auf die beiliegende Karte geschaut um zu sehen was die Zukunft uns bringen mag. Und oh Wunder, es ist Geld, Gesundheit, Glück oder dunkle Stunden voller Trauer, Schmerz und Leid. Klasse! Da meistens nur einer das Blei gießt, kann der Rest sich damit beschäftigen schonmal für den eigenen Versuch zu üben und sich selbst etwas hinter die Binde zu gießen.

Bleigießen vorbei, was nun? Vielleicht nochmal "Dinner for One", ne Runde Port und etwas von diesem urkomischen Tischfeuerwerk um sich auf Mitternacht einzustimmen. Tischfeuerwerk. Es muss ein Genie gewesen sein, wer auch immer diese Erfindung machte. Feuerwerk für die Wohnung. Eine Klorolle mit Zündschnur. Ein Plastikdeckel hindert die lustigen kleinen Sächelchen vorm herausfallen - aber nur bis die Zündschnur abbrennt. Alle halten sich die Ohren zu und es gibt ein ganz leises "Plopp", der Deckel springt ab und wir erfreuen uns an den sieben Konffettis, der halben Luftschlage und dem angekokelten Plastikwürfel. Da das so unfassabr lustig ist zünden wir sofort ein weiteres Tischfeuerwerk. Gott sei Dank sind in diesen Packungen immer mindestens vier drin. Nicht auszudenken, wenn dieser Spaß schon nach einem Mal vorrüber wäre.

Es ist nun bereits 23:35 Uhr und man sollte nach draußen gehen. Es ist ja durchaus denkbar, dass alle Uhren im Haus kaputt sind und man will ja nicht den Jahreswechsel verpassen. Alle packen ihre Tüten, Rucksäcke und Taschen und wandern nach draußen. 

Man sucht sich ein lauschiges Plätzchen, wo man sein Feuerwerk gediegen abbrennen kann. Dann wird ausgepackt. Drei Packungen D-Böller à 200 Stück, zwei Packungen Böller bunt gemischt, drei große und vier kleine Vulkane bzw. Leuchtbatterien, eine Packung bunt gemischt von allem, vier große Packungen Raketen und einmal Wunderkerzen für die Damen. Daneben stehen die sechs Flaschen Sekt und zweimal Jack Daniel's Tennessee "Komm-wir-kippen-den-ganzen-Abfall-in-ein-Fass-und-nennen-es-Wiskey".

10. 9. 8. 7. 6. 5. 4. 3. 2. 1. ...

Es knallt, es scheppert, es pfeift und raucht. Hier und dort hört man lautes schreien und johlen. Es wird klirrend angestoßen. Die Leute lachen. Die Luft ist erfüllt von bunten Explosionen, von glitzernden Kasskaden aus Licht. Es duftet nach verbranntem Schwarzpulver und angesengten Mänteln. Wildfremde Menschen fallen sich um den Hals um sich gegenseitig ein gutes neues Jahr zu wünschen. 

Ein bis zwei Stunden später ist dieses Großereignis dann leider wieder vorbei, doch nicht ohne vorher seine eigenen guten Vorsätze für das kommende Jahr lauthals in die Welt hinein zu posaunen. Der Nachbar lallt einem, mit der Zigarre im Mund, die Ohren voll, dass er aufhören würde zu rauchen. Die fette Studentin von gegenüber schwört sich fortan gesund zu ernähren und dreimal die Woche ins Fitnessstudio zu gehen. Der bekannterweise notorische Bordellbesucher, der eine Straße weiter wohnt, gibt sein Vorhaben bekannt nicht mehr soviele "Überstunden" zu schieben, sondern mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Eine gute Idee, das mit den Vorsätzen.

Schade nur, dass 2012 die Welt untergehen wird und ihr nicht vorher angefangen habt  gute Vorsätze zu machen, z.B. letztes Sylvester oder vorletzes.

 

Wie dem auch sei:

Guten Rutsch!

 

 

 

 

Anbei noch ein besonderes Schmankerl für alle faulen Leute oder diejenigen, welche nicht über genug Sehkraft verfügen...

 


von Demonic Shielk - veröffentlicht in: Humor - Community: Lachen ist gesund !
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Saturday, 9. july 2011 6 09 /07 /Juli /2011 12:29

Guten Tag Menschheit,

 

wie geht’s, wie steht’s? Mir geht’s vom Prinzip her eigentlich ganz gut, falls du dich das gefragt haben solltest.

Ich möchte gleich an dieser Stelle anmerken, dass man mir ja sehr viel vorwerfen kann, z.B. relative Pünktlichkeit, gutes Aussehen und/oder ein gewisses Maß an Eloquenz – regelmäßiges Schreiben gehört jedoch nicht dazu! Dies ist dann auch der Grund dafür, warum es immer wieder so lange dauert bis du etwas von mir zu lesen bekommst.

Wobei gesagt werden muss, dass der oder die Gründe ein klein wenig komplexer sind.

 

1. Oft hab ich einfach so was von überhaupt keine Lust etwas zu Papier bzw. zu Bildschirm zu bringen.

2. Mein Leben scheint sehr sehr langweilig zu sein, wodurch ganz einfach Themen fehlen, worüber man referieren/schwadronieren kann.

 

Na, wie dem auch sei – jetzt hab ich zur Abwechslung mal wieder ein zwei Dinge zu erzählen!

 

Neuerdings arbeite ich nämlich in einem Callcenter. Ja ganz recht, ich bin derjenige, der dir tagsüber mit so wundervoll erheiternden Sprüchen wie: „Schönen Guten Tag, mein Name ist [Name] von XYZ-Marktforschung und wir führen derzeit eine Studie zum Thema [Thema] durch. Hätten Sie da eventuell kurz Zeit für mich“, auf den Sack geht.

 

Natürlich weiß ich, dass so was viele nervt, wollen Sie doch ganz einfach in Ruhe gelassen werden und wichtigerem nachgehen, wie z.B. Frauentausch oder Big Brother ansehen. Mir liegt es fern den oder diejenige dabei zu stören, aber es ist nun mal mein Job, tja ja, leider leider.

An dieser Stelle möchte ich nun ein klein wenig Aufklärung betreiben, da die Geschichte der Marktforschung/der Callcenter ein Geschichte voller Missverständnisse ist. Da ich das schon lange einmal machen wollte werde ich diese Missverständnisse in Form einer FAQ aufdröseln.

 

1. Ja, was soll denn der Scheiß? Werbeanrufe sind verboten mein Freund!

 - Richtig, Werbeanrufe sind verboten! Aber was wir hier machen sind keine Werbeanrufe, sondern Meinungsumfragen. Wir wollen nix verkaufen, nix aufschwatzen oder Werbung für irgendwas machen. Wir wollen lediglich die Meinung der Leute, ... mein Freund.

 

2. Warum zum Teufel rufen Sie denn bei mir an, hä?

- Hier gibt’s mehrere Möglichkeiten. Entweder Sie gehören zur repräsentativen Zielgruppe, weil z.B. da wohnen wo sie wohnen oder ein Produkt besitzen, das sie eben besitzen. Es ist auch möglich, dass sie ganz einfach zufällig angerufen wurden, da in ganz Deutschland Nummern gewählt werden. Simple Sache!

 

3. Ach leck mich doch, was soll denn der Scheiß bringen?

- Hier ein entschiedenes Jein! Natürlich bringt ihnen das kurzfristig gesehen nicht wirklich was. Aber wenn man bedenkt, dass es um ihre Meinung geht, dann können sie ja zu bestimmten Dingen (um was es eben in der Befragung geht) ihre (Un)zufriedenheit äußern. Indirekt wird hierdurch bewirkt, dass sich der Auftraggeber der Studie (z.B. ein Busunternehmen/Provider/Zahnpasta-mit-Himbeergeschmack-Hersteller) mit den positiven und negativen Aspekten seines Produkts/Angebots auseinandersetzt und dieses dann verbessert. Tja oder eben nicht, wenn sie nicht mitmachen, haha!

4. Okay, wie sind sie verdammt noch mal an meine Nummer gekommen?

- Möglichkeit 1: Sie besitzen ein Produkt von Unternehmen XY. Das Unternehmen hat uns daraufhin ihre Daten (im Normalfall die Telefonnr. und den Namen) zur Verfügung gestellt um sicher zu sein, dass wir auch mit dem sprechen, der das Produkt besitzt und nicht mit irgendeinem anderen Clown. Hierbei ist es grundsätzlich möglich im Zweifelsfall bei Unternehmen XY nachzuhaken.

- Möglichkeit 2: Handelt es sich um eine Befragen allgemeiner Natur, dann wird die Nummer entweder aus öffentlichen Verzeichnissen (auch bekannt unter „Telefonbuch“) ausgewählt oder sie wird vom Computer/Dialer gewählt. Wählt der Computer, handelt es sich dabei um ein hochkompliziertes wissenschaftlich/mathematisches Verfahren. Nehmen wir an im Telefonbuch tauchen die Nummern 12345, 12346 und 12349 auf. Dann reagiert der Computer mit unmenschlicher Geschwindigkeit und füllt hier die Lücken auf indem die künstliche Intelligenz auf wundersame Weise die Nummern 12347 und 12348 ebenfalls anruft. Geht hier jemand ans Telefon ist es Glück, gibt es die Nummern schlicht und ergreifend nicht wird dementsprechend keiner durchgestellt und die Callcentertypen bekommen nix davon mit. Dies ist die Aufklärung dafür, warum es durchaus auch möglich ist, dass wir bei Leuten mit einer Geheimnummer anrufen.

 

5. Hey, jetzt mal ganz ehrlich. Hier ruft dauernd eure Nummer an und nie ist jemand dran. Soll das ne Verarschung sein, oder was?

- Wie gesagt, es wählt kein Callcentermensch, sondern der gute alte Computer. Tja und der legt eben nach ein paar Freizeichen einfach wieder auf. D.h. wenn sie zu langsam sind, dann machts klick und wir sind weg. Außerdem erfolgt das durchstellen vom Computer an den jeweiligen Callcenterplatz mit einiger Verzögerung, wodurch dann eben nicht sofort jemand am Apparat ist.

 

6. Wie läuft das eigentlich bei euch mit dem Datenschutz?

- Daten-was?

Ne, verarscht. Der wird natürlich strengstens eingehalten. Wir haben ja im Normalfall eh nur die Nummer vom Angerufenen. Außerdem ist es so, dass wir bei Verstößen gegen das Bundesdatenschutzgesetzes die Berechtigung zum durchführen von Umfragen verlieren würden. Was echt scheiße wäre, da dann keiner hier mehr Geld verdienen würde.

 

7. Also ich hab jetzt schon ein paar mal an solchen Umfragen teilgenommen. Die meisten Fragen sind ja auch okay, aber warum soll ich Sachen wie mein Alter, des Haushaltsnettoeinkommen oder meinen Schulabschluss angeben?

- Tja ja, das sind die statistischen Fragen. Wie der Name schon sagt sind die für die Statistik gut. Natürlich wollen die Unternehmen bzw. Auftraggeber wissen welche Leute ihr Produkt haben. Sprich: Wird die Zielgruppe erreicht oder kaufen das Produkt nur alte, reiche Akademiker oder eben junge, arme Arbeitslose.

Ein kleiner Tipp: Im Normalfall kann man hier bei allen Fragen sagen: „Keine Angabe!“ Aber wie gesagt, der Datenschutz wird eingehalten, von daher wäre es sehr nett wenn man sich da doch etwas in die Karten blicken lassen würde.

 

 

So bis hierher vorerst mal. Sollte mir die Muse ein weiteres Mal ihre glitschige Zunge in den Hals hängen, dann wird diese FAQ bzw. ein generelles How2 im Bezug auf Callcenter/Marktforschung noch erweitert.

von Demonic Shielk - veröffentlicht in: Gesellschaft - Community: sinn u. unsinn des lebens
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Saturday, 19. february 2011 6 19 /02 /Feb. /2011 11:11

Guten Tag Menschheit,

 

wie geht’s? Was macht die Kunst?

Genug der netten Worte – und auf zum heutigen spannenden Thema, dass mit Sicherheit den ein oder anderen interessiert. (Übrigens: Immer dann wenn ich von dem ein oder anderen spreche, dürfen sich auch Frauen angesprochen fühlen. Ich handhabe das so, weil es einfach anstrengend ist immer auf diese politisch korrekte Schiene zu achten – von wegen: Dem/der ein oder anderen usw.)

 

Gut, das eigentliche Thema... Wie soll ich beginnen? Vermutlich wartet ihr auf einen Anfang, welcher euch sofort in den Bann zieht, auf dass ihr euch selbst genötigt seht in doppelter Geschwindigkeit weiterzulesen, weil ich einfach so unendlich gut/kompetent/humorvoll/interessant/innovativ schreibe, dass ihr die Pointe des ganzen gar nicht mehr abwarten könnt.

Ich hoffe euch ist bewusst, dass diese Erwartungen nicht gerade zuträglich für meine Motivation ist und ich daher auch nur noch seltenst einen Artikel verfasse!

 

Wie dem auch sei, im Folgenden geht es mir um jede Menge Spaß, buntes Treiben, so was ähnliches wie Feiertage und nicht zu Letzt um eine wichtige soziokulturelle Eigenschaft Deutschlands. Ein Mancher hat es vielleicht schon erraten, es dreht sich im nun Folgenden um eines der wichtigsten Ereignisse in deutschen Landen – um die fünfte Jahreszeit – Fasching, Fastnacht, Karneval – kurz gesagt um einen Haufen dampfender Scheiße!

 

Vorausschickend möchte ich mal anmerken, dass ja nicht nur Deutschland von diesem Karnevalsfieber gepackt wird. Doch, ich glaube nur hier ist es nötig in dieser Zeit, das vorhandene geistige Potential, durch geeignete alkoholische Hilfsmittel, auf ein Minimum zurechtzustutzen. Was natürlich löblich ist, ist dass viele dazu keine Hilfsmittel benötigen, da sie von Geburt an schon einen so gewaltigen Dachschaden haben, dass der Alkohol sie eher klüger zu machen scheint. Dies ist natürlich insbesondere für viele Kinder und Jugendliche ein äußerst gutes Vorbild, da sie dadurch letztlich erkennen, dass es nur durch einen gesteigerten Konsum von Alkoholika möglich ist, ihre Intelligenz auf ein Maximum zu bringen. Von daher sind übrigens auch die Flatratepartys, entgegen der schlechten öffentlichen Publicity, als wahre Intelligenzbrutstätten zu werten.

Zurück zum eigentlichen Thema:

Beschäftigen wir uns zunächst mit der Herkunft des bzw. der Worte Fasching, Fastnacht und Karneval. Ich werde es ganz kurz machen, da alle den selben Ursprung zu haben scheinen. Alle drei weisen einen Bezug zum Fasten auf. Warum dies so ist lässt sich leicht erklären. Die fünfte Jahreszeit endet am Aschermittwoch, welcher zugleich den Beginn der Fastenzeit bis Ostern markiert.

Fastnacht (oder auch Fasnet, Fasenacht) wird aus dem althochdeutschen fasta (Fastenzeit) und naht (Nacht, Vorabend) abgeleitet.

Fasching leitet sich ebenfalls aus dem althochdeutschen ab, spezifisch von Vaschang dem „Fastenschank“ , also dem letzten Ausschank (alkoholischer Getränke) vor der Fastenzeit.

Karneval, dessen Herkunft nicht eindeutig belegt ist, stammt vermutlich aus dem mittellateinischen, genauer von carne levare („Fleisch wegnehmen“).

 

Genug des staubigen Geschichts- bzw. Etymologieunterrichts. Dieses Hintergrundwissen sollte genügen (und ist vermutlich absolut nicht relevant für das nun Kommende) um bei zukünftigen Partys die Meute für einige Minuten zu unterhalten.

Der Einfachheit halber, werde ich die drei Begriffe fortan synonym verwenden und nur noch mit Fasching bezeichnen.

Also Fasching!

Die Zeit in der jeder aus seinem Leben ausbrechen kann und die Möglichkeit bekommt für wenige Tage jemand anders zu sein. Das ist doch wunderschön, nicht wahr? Ein herrliches Gefühl all den alltäglichen Stress einfach abzustreifen und in ein Kostüm zu hüpfen und das ganze nur, weil uns der Kalender das befiehlt.

Diese Tage eigenen übrigens hervorragend um fremdzugehen, denn an Fasching ist alles erlaubt, man ist ja nicht derselbe, sondern eine fiktive Figur. Dieser Umstand, gepaart mit Unmengen an kleinen Schnäpschen und der Ausgelassenheit aller, welche durch die Beschallung mit den wohligen, ja geradezu klassischen Klängen von Faschingsmusik entsteht, sind doch die perfekte Ausrede um mal mit jemand anderem als dem Partner rumzumachen. Und von wegen Ausrede, aus was sollte man sich denn herausreden wollen? Es ist doch Fasching und alle sind lustig drauf – gerade weil alles erlaubt ist. Also soll der Partner nicht meckern, er hätte ja das gleiche machen können!

Wenn wir gerade schon bei „Dass machen Alle“ sind – man muss sich an Fasching ja verkleiden, was auch 99,9% der Faschingsenthusiasten machen. Das hat natürlich in vielen Fällen ein gewaltigen Vorteil. Die unfassbar hässlichen Ekelhaftigkeiten, die sonst umherlaufen, werden aufgrund der (hoffentlich) alles bedeckenden Masken plötzlich so was ähnliches wie ansehnlich. Natürlich gibt es auch Menschen, die annehmen sich ein rotes Herz auf die linke Backe zu malen, sei schon eine Verkleidung. Naja, Spinner gibt’s immer!

Was aber nun tatsächlich den Gipfel der Glückseligkeit darstellt sind die jungen Mädchen/Frauen. Wobei jung müssen sie ja noch nicht einmal sein, lediglich auch abseits des bunten Faschingtreibens in Richtung Augenschmaus gehen. In vielen Fällen ist es nun so, dass eben dieses Frauenvölkchen sich ihrer Reize durchaus bewusst ist und diese schlussendlich gekonnt in ihre Verkleidungen einzubauen wissen. Heraus kommen dann oft Playmatedoubles, männerverführende Vamps, nuttige Prinzessinnen und/oder royale Flittchen. Ein wahres Fest, welches Männerherzen höher schlagen lässt und unter Umständen dafür verantwortlich ist, dass zur Faschingszeit die Zahl der Herzinfarkte dramatisch in die Höhe schnellt. Vermutlich gibt es auch hübsche Männer, die sich ansprechend verkleiden und ihre männliche Schönheit damit noch potenzieren. Leider hab ich einen solchen noch zu Gesicht bekommen, da die Entwicklung der meisten Männer mit 10 Jahren stagniert zu sein scheint. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Verkleidungen stets Pirat, Cowboy, Indianer oder Clown sind. Wobei die Clowns deutlich überwiegen, selbst wenn sie als Pirat, Cowboy oder Indianer daherkommen.

Kommen wir noch einmal kurz zurück auf ein erfreulicheres Thema – die Frauen.

Innerhalb der Faschingzeit gibt es ja so etwas wie den höchsten Feiertag des sogenannten schwachen Geschlechts. Es handelt sich hierbei um den schmotzigen/gombigen/glombigen Donnerstag – Weiberfastnacht!

Hier können die Frauen mal so richtig auftrumpfen und ihre Machtfantasien gegenüber der Männerwelt ausleben. Sie schwingen sich zu Herrscherinnen auf, welche den Männern das Leben richtig zur Hölle machen. Die Herren der Schöpfung sind an diesem Tag nicht mehr als Sklaven. Furiengleich und mit einer Mischung aus purem Zorn, ob der jahrelangen Unterdrückung, und perfiden Plänen, den Männern das Leben an diesem Tag schwer zu machen, wird etwas getan, was jeglicher Beschreibung spottet. In Form von diabolischen Racheengeln zerstören sie den Männern das wichtigste, heiligste Symbol ihrer Macht – sie ... schneiden seine Krawatte ab.

Da sie jedoch in der Regel ihr satanisches Werk sofort bereuen, leisten sie Wiedergutmachung in Form eines Küsschens auf die Wange des Betroffenen.

Ein kleiner Tipp in Form eines Beispiels:

Geht ein Mann an besagtem Donnerstag beispielsweise in eine Bank (als Kunde), trägt stolz sein Machtsymbol auf der Brust und eine der weiblichen Angestellten stürzt sich auf ihn und schneidet seine Krawatte in ein oder mehrere Teile – so liegt hier kein tätlicher Angriff vor und die Dame kann in den seltensten Fällen gerichtlich belangt werden.

Man könnte sagen es handelt sich hierbei um ein ungeschriebenes Gesetzt, einen Brauch, den jeder kennen sollte. Aus diesem Grund wird hier nicht die Frau in die Pflicht genommen, sondern oft mit den Worten „Das hätten Sie selbst wissen müssen – tragen sie an diesem Donnerstag künftig einfach keine Krawatte mehr“ argumentiert.

Daher der Tipp: Tragt an diesem Donnerstag künftig einfach keine Krawatte mehr oder bastelt euch eine aus Papier/Pappe, bei der es nicht sonderlich schlimm ist, wenn sie Freundschaft mit eine Schere schließt.

Ein nächstes Unterthema im großen Themenkomplex „Fasching“ stellen Büttenreden dar. Ich persönlich bin ja gottfroh, dass es die hier bei uns im Süden nicht wirklich zu geben scheint und wenn doch, dass ich damit verschont werde. Wie jeder weiß, ist eine Büttenrede eine sich in den meisten Fällen reimende Rede, welche sich bemüht komisch zu sein. In der Theorie handelt es sich hierbei um die Möglichkeit die Obrigkeit bzw. die Herrschenden ungestraft zu kritisieren. Auch dies ist ein Brauch, welcher auf das gute alte Mittelalter zurückgeht. Auch heute wird in diesen unglaublich intelligenten und herausragend witzigen „Reden“ versucht die Herrschenden (in diesem Falle die aktuelle Regierung bzw. das gesamte Parlament) zu kritisieren oder auf soziale Missstände aufmerksam zu machen. Das Tolle an den Büttenreden ist, dass genau dieses Unterfangen in 99% der Fälle kläglich scheitert, da die Redner zunehmend darauf bedacht sind ihre Reden weder politisch noch kritisch zu aufzubauen, sondern stattdessen einen viel interessanteren Weg gehen. Die Formel, die sie mittlerweile entwickelt haben ist nahezu perfekt – sie nehmen sich Witze, welche jeder kennt und tragen diese in Reimform vor. Da die Witze schon alt waren, als sie neu waren, können auch die Menschen darüber lachen, deren IQ sich am unteren Ende der Skala ausruht oder diejenigen, welche ihren IQ im Bierkrug verloren haben.

Ein Hoch auf die Büttenredner! Sie sind nicht nur wahnsinnig lustig, sondern nur ihnen ist zu verdanken, dass es in Deutschland auch zunehmend wirklich herausragende „Comedians“ schaffen ihre Programme auf die Massen loszulassen. Ich möchte mich gerne persönlich bei allen bedanken! Danke liebe Büttenredner – ihr habt den deutschen Humor auf ein neues Level gebracht. Nur euch ist es zu verdanken, dass z.B. der überaus geniale Mario Barth mit seinem stets gleichbleibenden Programm so anziehend wirkt. Eine grandiose Leistung!

Was aber am Besten ist, ist dass Büttenreden jedes Jahr aufs Neue im TV übertragen werden und man gar nicht aus dem Haus gehen braucht um sich dieses, intellektuell auf höchstem Niveau angesiedelte Programm, zu Gemüte führen zu können. Schöne Neue Welt, in welcher es möglich ist durch das HD-Fenster ebendiese zu bestaunen und sich nicht mit dem bunten Treiben an sich auseinandersetzen zu müssen, sondern es in Ruhe von der heimischen Couch aus zu bestaunen, zu analysieren und diese unnötigen geistigen Fähigkeiten sich selbst zu überlassen.

Falls es jemand noch nicht wissen sollte, die allseits beliebten Faschings- bzw. Narrenumzüge werden in vielen Fällen ebenfalls im Flimmerkasten gezeigt. Auch hier ist diese Ausstrahlung sehr positiv zu werten, da man durch geschultes Moderatorenpersonal sehr tiefe Einblicke hinter die Kulissen der ganzen Veranstaltung bekommt. Es werden spannende Sachverhalte geklärt, wie z.B. das die Hofersheimer Goisahexa ihren Namen durch den Umstand erhielten, dass sie aus Hofersheim kommen. Außerdem erhält man Einblicke in die Fertigung der Kostüme der Narrenvereine. So wird die Frage beantwortet, wie man aus Holz eine Maske fertigt. Man schnitzt sie mit einem Messer – ist das zu glauben?

Aber natürlich geht nichts über das live Erleben eines solch fulminanten Ereignisses wie den Narrenumzügen. Bei Temperaturen um –15°C steht man sich die Beine in den Bauch und wartet bis die ganzen Narrengruppen endlich anfangen vorbeizuziehen. Regungslos starrt man nun diese wunderbar lustigen Hexen, Geister, Sonstwas an und erfreut sich ob ihres bunten Schabernacks. Doch das Beste kommt erst noch. Während die Gruppen vorüberschreiten schenken sie den Zuschauern nicht nur die pure Freude, sondern auch Unmengen an Konfetti, dass sie dem ein oder anderen sogar persönlich überreichen. Damit die Zuschauer auch keines der kleinen runden Papierstückchen vergessen verstauen diese herzensguten Narren diese in jeder Ritze, in jedem Spalt und in jeder Tasche des geneigten Zusehers. Diese Tatsache werte ich persönlich als eine metaphorische Darstellung des perfekten sozialen Miteinander, in welchem sich die Menschen umeinander kümmern und sich vor allem wertschätzend gegenüberstehen.

Doch dies ist längst nicht alles was die Narren für uns tun, nein, sie sind zudem Lehrer, welche unsere Kinder umsonst unterrichten. So bringen Sie ihnen z.B. bei, dass man vor Fremden niemals Angst haben muss und das es stets in Ordnung ist von ihnen Süßigkeiten anzunehmen. Annette Schavan könnte sich hier einiges abschauen.

Natürlich darf bei einem solchen Spektakel auch die Musik nicht zu kurz kommen und so beschenken uns die Umzüge jedes Jahr aufs neue mit erlesenen Spezialitäten aus dem Bereich der Volks- und der Blasmusik, eben jenen Musikrichtungen, die seit Jahr und Tag in allen bundesdeutschen Haushalten hoch- und runtergespielt wird.

 

Ist Fasching nicht herrlich?

Ist es nicht das herausragendste Ereignis, das wir uns nur vorstellen können und auf das wir uns jedes Jahr aufs Neue freuen?

 

Daher rufe ich – Heil dir Fasching!

Ein Narr, wer dich (nicht) mag!

von Kein Narr! - veröffentlicht in: Gesellschaft - Community: Lachen ist gesund !
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Saturday, 1. january 2011 6 01 /01 /Jan. /2011 18:00

Prosit Neujahr liebe Menschheit,

 

erneut ist es vollbracht. Hurra!

Ein weiteres Jahr haben wir hinter uns gebracht und sind immer noch damit beschäftigt unseren Heimatplaneten zu zerstören – Klasse!

Vielleicht ist ja der ein oder andere Terrorist, Taliban, Präsident oder Kirchenvorstehen unter euch, der sich gestern Nacht um fünf vor Zwölf vorgenommen hat, im Jahr 2011 mal eine eher ruhige Kugel zu schieben. Tja, wobei man natürlich weiß, dass Vorsätze ja nur dazu da sind um sie wieder über Bord zu werfen – also auf zum lustigen morden und brandschatzen!

 

Mensch, das war jetzt aber eine eher „miesepetrige“ Einstimmung auf das neue Jahr, aber was solls.

Woher kommt eigentlich dieser Brauch des „neuen“ Jahres? Haben sich da vor zig Jahren ein paar Leutchen zusammengesetzt und beschlossen: „Hey wir machen jetzt nen Kalender damit wir wissen welcher Tag denn heute ist.“

Einige Zeit später haben von diesem Kalender findige Geschäftsleute mitbekommen und beschlossen damit mal so richtig Kohle zu scheffeln. Wie? Ganz einfach – Sie haben immer nur Kalender mit einem Ablaufdatum auf den Markt geworfen. Jeder Kalender war nach genau 365 Tagen unbrauchbar, da ungültig. Somit musste man nach dieser Zeit stets einen neuen Kaufen und befand sich somit auch in einem neuen Jahr.

Ob das nun wirklich genau so war, wage ich zu bezweifeln, doch Sinn würde das schon irgendwo machen...

Wobei, wenn man sich mal unsere Zeitrechnung ansieht, dann kann da ja irgendwas nicht stimmen. Wir erinnern uns, vor ca. 2011 Jahren wurde ein Säugling auf die Welt losgelassen, den man in einigen Regionen der Erde auch heute noch in den Himmel lobt (und das obwohl er dort doch schon längst sein sollte). Dieser Säugling markiert nun den Startschuss der modernen Zeitrechnung, d.h. wir befinden uns im Jahre 2011 nach dem Säugling.

Doch oh seltsame Irrungen und Wirrungen der Menschheitsgeschichte, obwohl das bedeuten würde, dass seit eben diesen etwas über 2000 Jahren jedes Jahr aufs neue das Silvesterfest stattfinden müsste, ist dem nicht so. Ganz im Gegenteil wird das Neujahrsfest und somit ja auch Silvester erst seit ca. 700 nach Baby’s Geburt gefeiert.

Auch hier ist unklar was es damit auf sich hat – meine Vermutung geht jedoch immer noch in die Richtung der Geschäftsmänner und der Erfindung des 365tägigen Kalenders, der nun vermutlich um 700 herum erfunden wurde...

 

Hach ja, Silvester – welch absolut unnötiges und unfassbar verblödetes „Fest“! In meiner Top 3 der dämlichen Feste rangiert Silvester auf dem zweiten Platz, direkt nach Fasching und vor Valentinstag.

Silvester – ein Tag wie jeder andere. Naja, zumindest fast. Denn man wird ja meist schon im Juli gefragt, was man denn an Silvester machen wird, wohin man gehen wird und so weiter. Was soll man denn großartig machen? Soll man zu einer der zahlreichen supertollen Parties gehen? Na unbedingt, denn nur da kann man sich vollaufen lassen bis zum geht nicht mehr und dann irgendwelche lustige Brettspiele spielen, von denen keiner die Regeln versteht. Oder man besucht eine der öffentlichen Festivitäten in diversen Discos und frönt dort dem Alkohol und dem Tanz zu neumodischer Schlagermusik. Oder man schließt sich zuhause ein und hadert mit dem Leben, weil man von niemandem zu einer Silvesterparty eingeladen wurde. Jede menge tolle Auswahlmöglichkeiten gibt es an Silvester!

Wie gesagt eben fast ein Tag wie jeder andere, nur dass man sich des Weiteren unbedingt mit Pappröhren, welche randvoll mit Schwarzpulver sind, eindecken muss. Gott sei Dank, war ja erst vor kurzem Weihnachten, sodass man dafür genügend Geld übrig haben sollte. Was macht man nun mit diesem Zeug so tolles? Naja, man jagt es in die Luft. Klasse eigentlich, da bekommt man noch richtig viel für sein Geld. Einen Hörsturz, eine Rauchvergiftung und wenn man zu den ganz ausgebuften gehört vielleicht sogar ein paar neue Finger (oder die alten verkohlten werden wieder angenäht).

Toll dieses Silvester!

Übrigens dieses Böllerkonzert kann man sich, sofern man eine Mikrowelle besitzt, auch ganz einfach selber machen. Man besorgt sich eine Tüte mit Mikrowellenpopcorn, legt diese in die Mikrowelle und startet diese. Der Effekt ist der selbe wie in der Silvesternacht zwischen 23:45 Uhr und 0:45 Uhr. Es beginnt mit vereinzeltem poppen, spitzt sich schließlich zu einer „Knallarie“ zu, um dann wieder abzuebben. Nach ca. 3 Minuten ist der Zauber dann vorbei. Die beiden Vorteile liegen auf der Hand. Erstens dauert das Ganze nur 3 Minuten und zweitens hat man eine ganze Schüssel frisches Popcorn. Das ist ein Silvester nach meinem Geschmack!

 

Von daher: Ein gutes Neues!

von Demonic Shielk - veröffentlicht in: Humor - Community: Lachen ist gesund !
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